Digital Life
23.12.2014

DARPA will agile Drohnen für Innenraum-Erkundung

Die DARPA, Bastelstube des US-Verteidigungsministeriums, startet ein Forschungsprogramm zur Entwicklung neuer Algorithmen für möglichst agile Drohnen.

Wie die Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) auf ihrer Homepage beschreibt, sollen im Rahmen des neuen Projekts "Fast Lightweight Autonomy" (FLA) Algorithmen entwickelt werden, die es Drohnen erlauben, durch enge Innenräume zu navigieren. Der Plan, Software für eine Reihe unterschiedlichster Drohnen zu entwickeln, enstammt dem Wunsch, innerhalb kürzester Zeit, ohne Fernsteuerung oder Kommunikation zur Außenwelt Erkundungen einzuholen.

Vorbilder aus der Natur

Drohnen sollen mit der neuen Software durch Raum-Labyrinthe, Stiegenhäuser oder mit Hindernissen gefüllte Korridore fliegen können. Als Vorbild soll die Natur dienen. "Raubvögel oder fliegende Insekten besitzen diese Fähigkeiten, die wir auch für kleine unbemannte Fluggeräte (UAV) wollen", sagt DARPA Programm-Manager Mark Micire.

"Habichte können beispielsweise sehr schnell durch dichten Wald fliegen, ohne gegen einen Baum zu knallen. Auch viele Insekten können mit unglaublicher Präzision losschießen und schweben." Zur Veranschaulichung des Habicht-Beispiels zeigt die DARPA auch ein entsprechendes Video.

Maximal 72 km/h

Als Rahmen zur Software-Entwicklung gibt die DARPA Richtwerte für ein geeignetes unbemanntes Fluggerät vor. Dieses soll durch ein offenes Gebäudefenster passen und maximal 72 km/h schnell fliegen können. Entwicklern will die DARPA eine einheitliche UAV-Plattform zum Testen zur Verfügung stellen.

Erkenntnisse auch für Boden und Wasser

Als Einsatzzweck für besonders agile Drohnen wird das Auskundschaften militärischer Ziele angeführt, aber auch Rettungseinsätze. Erkenntnisse zur Bewegung in stark begrenzten Räumen sollen neben fliegenden Drohnen auch Robotern am Boden oder am Wasser zu gute kommen. Drohnen-Betreiber sollen durch sich durch neue Technologie mehr den größeren Missionszielen widmen können und das Lenken den Drohnen-Schwärmen überlassen.