Digital Life
03.02.2014

Daten von 800.000 Orange-Kunden gestohlen

Die Datenbank des französischen Orange-Konzerns wurde geknackt. Ehemalige Orange-Kunden aus Österreich sind nicht betroffen.

Die persönlichen Daten von 800.000 Kunden des französischen Telekommunikationskonzerns Orange sind gestohlen worden. " Orange war am 16. Jänner 2014 das Ziel eines Angriffs auf sein Computersystem", teilte das Unternehmen am Sonntagabend in Paris mit. Dabei sei möglicherweise eine begrenzte Zahl persönlicher Daten erlangt worden.

Die Internet-Fachseite PCInpact hatte zuvor berichtet, dass drei Prozent der Orange-Kunden betroffen seien, was etwas weniger als 800.000 Menschen entspricht.

Namen, Vornamen und Adressen

Gestohlen wurden vor allem Namen, Vornamen und Adressen von Kunden, was sogenannte Phishing-Attacken erleichtern kann, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Bei Phishing-Attacken werden etwa falsche E-Mails verschickt, um Bankdaten oder Passwörter von Nutzern herauszufinden. Laut Orange wurden bei dem Angriff auf die Datenbank des Konzerns, der inzwischen beendet sei, keine Passwörter gestohlen. Das Unternehmen erstattete Anzeige.

Keine Kundendaten aus Österreich

Laut dem Mobilfunker Drei, das die Österreich-Sparte von Orange 2013 übernommen hat, sind von dem Vorfall keine heimischen Kunden betroffen. Pressesprecher Tom Tesch: "Das betrifft nur Frankreich. Bei uns besteht keinerlei Kontakt zu diesen Kundendaten."