Digital Life
10.07.2015

Deutsche resignieren bei Datensicherheit

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland geht davon aus, dass ihre Daten nicht wirkungsvoll geschützt werden können.

Mehr als drei Viertel der Befragten halten demnach den Diebstahl von persönlichen Daten durch Kriminelle für unvermeidbar, teilte das IT-Beratungsunternehmen Unisys am Freitag mit. Dabei sei das Vertrauen gegenüber Telekommunikationsanbieter am geringsten ausgeprägt, 78 Prozent der Befragten halten ihre Daten dort für nicht sicher. Auch Banken (63 Prozent) und Behörden (61 Prozent) sind in den Augen der Nutzer wenig vertrauenswürdig.

„Die Deutschen haben die Gefahren durch Cyber-Kriminalität offenbar erkannt, nehmen sie aber als “allgemeines Risiko„ hin, das mit der Internetnutzung und dem Teilen von Daten einhergeht“, sagte Gerhard Knecht, Sicherheitsexperte bei Unisys. Zumindest herkömmlichen Sicherheits-Zertifizierungen etwa durch den TÜV, Dekra oder ISO trauen nur noch weniger als die Hälfte (45 Prozent) der Befragten eine positive Wirkung zu. 2012 seien das noch 69 Prozent gewesen.

Für die weltweit angelegte Studie „Unisys Security Insights“ wertete Unisys im Mai in Deutschland 974 Interviews mit Menschen über 18 Jahren aus.