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Datenschutz Deutschland: Verkauf von Standortdaten verboten.

Foto: Doreen Salcher, Fotolia
Mit der Analyse und dem Verkauf von Big Data wollte der spanische Konzern Telefonica Geld aus Kundendaten machen. Anonymisiert sollen Werbeunternehmen Standortdaten, Alter und Geschlecht von Personen übermittelt bekommen. Datenschützer warnen den Telekommunikationskonzern nun davor, da das gegen geltendes Recht verstoßen würde.

Der Mobilfunkanbieter O2 darf in Deutschland die Bewegungsdaten seiner Kunden nicht zum Verkauf anbieten. „Der Handel mit Standortdaten ist grundsätzlich verboten", sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums am Mittwoch in Berlin. Auch der Handel mit anonymisierten Daten sei unzulässig, sagte er mit Blick auf die deutsche Tochter des spanischen Telefonkonzerns Telefonica. Ein Sprecher des Verbraucherschutzministeriums sagte, mit solchen Vermarktungspraktiken werde der Verletzung der Privatsphäre Tür und Tor geöffnet.

Pläne öffentlich gemacht
Die ARD hatte berichtet, der Konzern habe ein Programm namens „Smart Steps" entwickelt, mit dem die Bewegungsdaten der Smartphone-Besitzer für die Werbeindustrie ausgewertet werden sollen. Konkret geht es darum, den Standort des Telefonbesitzers mit weiteren Daten wie Alter und Geschlecht abzugleichen und beispielsweise an Ladenbetreiber zu verkaufen. Andere Daten wie Name und Anschrift sollen nicht herausgeben werden.

Test in Großbritannie
Ein Sprecher von Telefonica Deutschland bestätigte das Ortungsprogramm und betonte, dass es derzeit in Großbritannien getestet werde. Ob und wann die Software in Deutschland an den Start gehe, sei nicht entschieden. Falls das der Fall sein sollte, werde der Konzern sicherstellen, dass alle deutschen Datenschutzregeln zu 100 Prozent beachtet würden - wie bei allen anderen Telefonica-Produkten auch, sagte er.

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(rts) Erstellt am 31.10.2012, 16:35

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