© Dmail

Service

Dmail: E-Mails mit Selbstzerstörung in Gmail verschicken

Ein neuer Dienst will E-Mails sicherer machen – indem sie nur eine bestimmte Zeit lesbar sind und vom Absender jederzeit gelöscht werden können. Dmail ist ein Browser-Plugin für Chrome. Ist es installiert, kann im Web-Interface von Gmail der Dmail-Service für Nachrichten aktiviert werden.

Ist Dmail eingeschaltet, kann der Absender bestimmen, ob das E-Mail nach einer Stunde, einem Tag, einer Woche oder nie zerstört wird. Auch wenn die Option „nie“ gewählt wurde, kann die E-Mail vom Absender jederzeit zerstört werden, indem bei „gesendete Nachrichten“ der „E-Mail zurückrufen“-Button gedrückt wird.

Dmail funktioniert derzeit nur in Verbindung mit Gmail und Chrome. Der Empfänger muss keines der beiden Google-Produkte nutzen. Tut er das nicht, bekommt er in der E-Mail lediglich einen Link angezeigt. Der Link öffnet die E-Mail auf der Website von Dmail. Hat der Empfänger das Dmail-Plugin in Chrome installiert, bekommt er die Nachricht ganz normal in Gmail angezeigt.

Verschlüsselt

Damit die Selbstzerstörung und das Zurückrufen der E-Mails funktioniert, müssen diese über den Dmail-Service verschickt werden. Laut Dmail wird dabei aber die Privatsphäre gewahrt. Der Inhalt der E-Mail wird auf dem Computer des Absenders mit einem 256-Bit-Algorithmus verschlüsselt. Eine verschlüsselte Kopie wird zu einem Server von Dmail geschickt. Der Empfänger bekommt den Schlüssel und den Speicherort der Nachricht geschickt. Weder Gmail noch Dmail erhalten jemals gleichzeitig die verschlüsselte Nachricht und den Schlüssel.

Hinter der Entwicklung von Dmail steckt ein Team des Bookmarking-Services Delicious. Im August soll eine Dmail-iOS-App erscheinen, eine Android-App folgt später. Dmail soll laufend um neue Features erweitert werden. In der nächsten Version soll es eine Option geben die verhindert, dass der Empfänger die E-Mail weiterleitet.

Derzeit ist Dmail in einer kostenlosen Beta-Phase. Zukünftig soll es ein Freemium-Modell geben, bei der etwa nur eine bestimmte Anzahl an E-Mails kostenlos versendet werden kann. Auch neue Features könnten zukünftig kostenpflichtig sein, wie etwa das Versenden von Anlagen, für die der Absender im Nachhinein den Zugriff sperren kann.

Hat dir der Artikel gefallen? Jetzt teilen!

Kommentare