Digital Life
09.11.2016

Drogenbeauftragte warnt vor Internetsucht

Immer mehr Personen können auf krankhafte Weise nicht mehr ohne das Internet auskommen. Es brauche eine bessere "Online-Offline-Balance", so Experten.

Die Drogenbeauftragten der Bundesregierung hat vor der Suchtgefahr von Smartphones, Tablets oder Computern gewarnt. „Den digitalen Reizen zu widerstehen, fällt vielen Menschen in unserem Land, ja weltweit, schwer“, sagte Marlene Mortler (CSU) bei einer Konferenz zu Internet- und Computerspielabhängigkeit am Mittwoch in Berlin.

Zahl der Internet-Süchtigen verdoppelt

Zwischen 500 000 und 600 000 Menschen in Deutschland sind älteren Schätzungen zufolge von Online-Angeboten abhängig. Vor allem unter den Jüngsten entwickelt sich das Problem rasant: Die Zahl der Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren, die auf krankhafte Weise nicht ohne Internet auskommen können, habe sich nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung ( BZgA) seit 2011 fast verdoppelt, sagte Mortler. „Wir brauchen eine gesunde Online-Offline-Balance. Wir müssen Herr bleiben über die digitalen Angebote: Wir müssen sie steuern, nicht sie uns.“