Digital Life
03.07.2017

Drohne löst Chaos auf Londoner Flughafen aus

14 Minuten lang konnte kein Flugzeug landen oder starten, mehrere Flieger mussten auf umliegende Flughäfen ausweichen. Gegen den Drohnenpiloten wird nun ermittelt.

Eine Drohne hat am Sonntagnachmittag auf dem Londoner Flughafen Gatwick für Chaos gesorgt. Zwei Mal wurde zwischen 19 und 20 Uhr für insgesamt 14 Minuten die Start- und Landebahn für jeglichen Flugverkehr gesperrt. Dadurch mussten zumindest vier Flüge von Easyjet sowie ein Flug der British Airways zu nahegelegenen Flughäfen umgeleitet werden. Zudem waren zahlreiche Flugzeuge dazu gezwungen, Warteschleifen zu fliegen.

Die Polizei ermittelt gegen den Drohnenpiloten. Ihm drohen hohe Geldstrafen, bei Unfällen wären sogar Haftstrafen möglich. Vergangenen November wurden neue Regeln für Drohnenpiloten veröffentlicht, die Fliegen in der Nähe von Flughäfen oder Landebahnen ausdrücklich untersagen.

"Potenzial für eine Katastrophe"

Meldungen über Drohnen nahe Flughäfen bedeuten nicht zwangsläufig, dass sich diese nahe Lande- oder Startbahnen befinden müssen. Da die Flugobjekte zu klein sind, um auf dem Radar gesehen zu werden, werden diese meist bei Sichtkontakt von Flughafenmitarbeitern oder Passagieren gemeldet. Um mögliche Zwischenfälle zu vermeiden, gehen daher viele Flughäfen auf Nummer sicher, bis das unbemannte Flugobjekt aus dem Flugraum entfernt wurde.

Insbesondere Kollisionen mit Helikoptern hätten das „Potenzial für eine Katastrophe“, so ein Experte für Flugsicherheit gegenüber der BBC.