Digital Life
07.07.2014

E-Mail-Plattform Inbox will IMAP abschaffen

Das kalifornische Start-up Inbox will neue Grundlagen und Protokolle für den E-Mailverkehr schaffen und hat deshalb eine gleichnamige Open-Source-Plattform gestartet.

"Say goodbye to IMAP. Say hello to Inbox." Mit diesem Slogan bewirbt sich ein neues Start-up, das von MIT-Absolventen mit Arbeitserfahrung bei Google und Dropbox gegründet wurde. Die Ziele von "Inbox" sind ambitioniert. So schwebt den Gründern nichts weniger als ein neuer E-Mail-Standard vor, mit dem veraltete Protokolle wie IMAP, MIME und Zeichenkodierungen in Mails Geschichte sein sollen. Denn diese würden sämtliche Innovation im Bereich E-Mailing verhindern. Zuletzt hatte auch Google für Gmail Schnittstellen bereitgestellt, die das Entwickeln von Mailprogrammen auf Gmail-Basis erleichtern soll.

E-Mails werden nicht verschwinden

Da E-Mails mehr als 30 Jahre nach ihrem Aufkommen auch in Zukunft ein zentraler Teil der digitalen Online-Welt sein werden, sei dringender Handlungsbedarf geboten, schreiben die Inbox-Gründer als Erklärung zum Launch. Inbox stellt ab sofort Entwicklerschnittstellen zur Verfügung, die wiederum als Basis für innovative Mail-Clients dienen sollen. Derzeit sind die Schnittstellen mit E-Mail-Accounts auf Gmail- und Microsoft-Exchange-Basis kompatibel, in Zukunft sollen laut einem Techcrunch-Bericht weitere Anbieter unterstützt werden.