Digital Life 27.05.2018

Erster Europa-Roadtrip eines Tesla Model 3 endet mit "Autopilot-Crash"

© Bild: Screenshot/ facebook.com/tsla3

Die Tour eines Tesla-Fahrers, der auf eigene Faust mit einem Model 3 zahlreiche Länder durchquert, fand in Griechenland sein Ende.

Während der Tesla Model 3 im Autopilot-Modus mit etwa 120 km/h auf der Autobahn unterwegs war, scherte der Wagen plötzlich - ohne Warnung - aus und krachte in den Fahrbahnteiler vor einer Abfahrt. Der Fahrer blieb unverletzt, die linke Seite des Fahrzeugs wurde erheblich beschädigt.

So lautet zumindest die Unfallversion von You You Xue, ein früher Model-3-Besitzer, der mit seinem Wagen durch Nordamerika und Europa unterwegs war, um inoffizielle Promotion für den Elektroautohersteller zu machen.

Tesla hatte You You dringend von diesem Trip abgeraten. Das Model 3 sei noch nicht für die Gegebenheiten in Europa ausgelegt, die Software nicht angepasst. Es gebe etwa keine Internetverbindung für das Model 3 und die Ladeinfrastruktur sei nicht mit der des Fahrzeugs abgestimmt.

Keine voreiligen Schlüsse

Zu dem Unfall könne man nichts sagen, da man noch keine Daten aus dem Auto erhalten hat, erklärt Tesla in einer ersten Stellungnahme. Das Unternehmen weist dabei erneut darauf hin, dass You You mit seinem Model 3 trotz Warnung in nicht unterstütztem Gebiet unterwegs war.

Außerdem müsse der Fahrer im Autopilot-Modus ständig aufmerksam hinter dem Steuer sitzen und jederzeit eingreifen können, so der Elektroautohersteller. Bleibt also abzuwarten, was die Log-Daten aus dem Fahrzeug sagen.

Erinnerung an anderen Autopilot-Crash

Sollte sich der Unfall tatsächlich so zugetragen haben, wie You You es beschreibt, erinnert der Hergang frappant an den Tesla-Crash vor einigen Wochen in Kalifornien, bei dem der Fahrer ums Leben gekommen ist.

Dabei hatte der Autopilot eines Model X offenbar den Fahrbahnteiler mit einer Bodenmarkierung verwechselt und ist auf den Fahrbahnteiler aufgefahren. Allerdings, so Tesla in einer ersten Auswertung des Unfallhergangs, der Fahrer habe seine Hände sechs Sekunden lang vor der Kollision nicht auf dem Lenkrad gehabt.

( futurezone ) Erstellt am 27.05.2018