Digital Life 14.04.2014

EU-Rat segnet Gesetz für einheitliche Ladegeräte ab

© Bild: Wilhelm Schraml, Kurier

Ab 2017 sollen in der EU Smartphones und Tablets mit einheitlichen Ladegeräten ausgeliefert werden. Der EU-Rat bestätigte die vom EU-Parlament verabschiedete Richtlinie.

Im Grunde war es nur noch eine Formalität: Der EU-Ministerrat hat die Richtlinie des EU-Parlaments durchgewinkt. Hersteller von Smartphones und Tablets sind zukünftig dazu verpflichtet, ein einheitliches Ladegerät zu nutzen. Von der Richtlinie sind Geräte betroffen, die Radiowellen zu Kommunikationszwecken senden und empfangen. Die EU nennt als Beispiel Smartphones, Router aber auch Türöffner für Pkw. Notebooks sind von der Richtlinie nicht betroffen.

Ab 2017

Nach einer dreijährigen Übergangsfrist soll die Vorschrift tatsächlich gelten. Konsumenten können sich auf einheitliche Ladegeräte ab 2017 einstellen. Eine technische Vorschrift zur Umsetzung der Richtlinie gibt es nicht. Die Hersteller könnten sich auf Micro-USB-3.0-Anschlüsse einigen oder in den nächsten Jahren einen neuen Standard einführen.

"Die Richtlinie wird alle Hersteller - endlich auch Apple - auf Kurs zwingen und gesetzlich zu universellen und kompatiblen Stecker verpflichten", sagte der SPÖ-Europaabgeordnete Josef Weidenholzer. "Auch unserer Umwelt kommt der Universalstecker zugute, da künftig weniger Elektromüll anfallen wird", sagte der ÖVP-Europaabgeordnete Paul Rübig. Die EU erhofft sich eine Reduktion des Elektroschrotts um bis zu 51.000 Tonnen pro Jahr.

( futurezone/apa ) Erstellt am 14.04.2014