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Seitenhieb
01/24/2012

Facebook-Entwickler verändern Google Suche

Mit einer Browser-Erweiterung versucht ein Team aus Facebook-, Twitter- und MySpace-Entwicklern die neue personalisierte Suche von Google zu umgehen. Die Aktion wird zwar nicht offiziell von den Unternehmen unterstützt, aber man weiß davon.

Die personalisierte Google-Suche, die Ergebnisse aus dem Online-Netzwerk Google+ stärker in den Mittelpunkt rückt, hat Netz-Rivalen wie Twitter auf die Palme gebracht - jetzt schlagen sie zurück. Ein Team aus Softwareentwicklern von Facebook, Twitter und MySpace schrieb ein Programm, das auf Knopfdruck die bisherige Reihenfolge der Suchergebnisse wiederherstellen soll.

Seitenhieb mit möglichen Konsequenzen
In einem Seitenhieb auf das informelle Google-Motto nannten sie die Erweiterung „Don`t be evil“ („Tu` nichts Böses“). Das JavaScript-Programm funktioniert als Browser-Erweiterung und wird über einen Schaltknopf in Gang gesetzt, der in eine Browser-Leiste gezogen werden muss. Für rechtliche Probleme könnte sorgen, dass bei der Aktion auch das Google-Logo modifiziert wird: Die typischen bunten Buchstaben werden von dem Zusatz „so wie es sein sollte“ umrahmt.

Keine offizielle Facebook-Aktion
Die Erweiterung wurde unter Führung des Facebook-Produktchefs Blake Ross entwickelt, wie Suchmaschinen-Experte John Battelle berichtete. Damit ist das JavaScript-Programm zwar keine offizielle Facebook-Aktion - aber mit hoher Wahrscheinlichkeit eine, die von dem Unternehmen zumindest toleriert wird. Die Entwickler geben an, dass ihre Browser-Erweiterung lediglich die von Google gefundenen Treffer aus anderen Online-Diensten nach oben bringe, die von der Suchmaschine selbst zu Gunsten von Google+ unterdrückt würden. Eine Reaktion von Google steht noch aus.

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