Digital Life
20.11.2014

Firefox: Yahoo statt Google als Standard-Suchmaschine

Beim populären Web-Browser Firefox wird künftig Yahoo statt Google die voreingestellte Suchmaschine sein. Zunächst allerdings nur in den USA.

Der Firefox-Entwickler Mozilla und der Internet-Konzern gaben am Mittwoch eine strategische Partnerschaft bekannt. Yahoo-Chefin Marissa Mayer erklärte zudem, es gebe einen langfristigen Fahrplan für die internationale Zusammenarbeit. Die Partnerschaft zwischen Yahoo und Firefox ist vorerst für fünf Jahre anberaumt und startet im Dezember. Yahoo wird auch die Do-Not-Track-Funktion in Firefox unterstützen, die Nutzern mehr Kontrolle über die von ihnen im Netz gesammelten Daten geben soll.

Einschneidende Veränderung

Für Mozilla ist es eine einschneidende Veränderung: In den vergangenen Jahren kam ein Großteil der Erlöse der Firefox-Macher aus der Kooperation mit Google. Die Suchmaschine des Internetkonzerns war seit 2004 bei Firefox als Standardsuche voreingestellt. Die Firefox-Nutzer würden weiterhin Google als ihre bevorzugte Suchmaschine auswählen können, betonte Mozilla-Chef Chris Beard in einem Blogeintrag. Daneben könnten unter anderem auch Bing und DuckDuckGo als Default-Suche eingestellt werden.

Mozilla wolle künftig keine globale Standardsuche anbieten, sondern lokale Partnerschaften mit unterschiedlichen Anbietern eingehen, erläuterte Beard. In Russland werde etwa die Yandex-Suche voreingestellt, in China bleibe weiterhin Baidu die Standardsuchmaschine.

Marktanteil gesunken

Der Marktanteil des Firefox-Browsers am Desktop war zuletzt gefallen. Der weltweite Marktanteil ging Statcounter zufolge auf unter 20 Prozent zurück. In den USA hält Firefox rund 15 Prozent Marktanteil, in Österreich ist Firefox mit rund 34 Prozent Marktführer. Vor allem Googles Browser Chrome setzt Firefox unter Druck.

Die Konkurrenz zwischen Firefox und Googles Chrome dürfte auch ein Grund für den Wechsel zu Yahoo gewesen sein. Die Verhandlungen mit Yahoo seien einfacher gewesen als jene mit Google, wird Mozilla-Chefin Mitchell Baker zitiert, Yahoo wolle das Sucherlebnis für Firefox-Nutzer verbessern und sei offen für Innovationen.