Für Apple sei es leicht möglich, die Nachrichten zu entschlüsseln

© Mark Lennihan/AP/dapd

Digital Life
07/13/2015

FTC prüft Apple-Gebühr für Streaming-Dienste

Die amerikanische Regulierungsbehörde FTC prüft, ob Apples 30-Prozent Umsatzbeteiligung für im Appstore erworbene Streaming-Abos legal ist.

Nach dem Start von Apple Music Ende Juni hat die amerikanische Federal Trade Commission (FTC) mit ersten internen Diskussionen begonnen, ob und wie Apple gegen Wettbewerbsrecht verstößt.

Konkret geht es um die Frage, welchen Vorteil sich der Konzern aus Cupertino mit seinem neuen Streaming-Dienst Apple Music verschafft, wenn Konkurrenten wie Spotify und Deezer einen Anteil ihrer In-App-Umsätze an Apple abgeben muss.

Konkurrenten im Nachteil

Eine anonyme Quelle äußerste gegenüber Reuters, dass erste Gespräche innerhalb der FTC stattfinden, in denen diskutiert wurde, ob Apple gegen Wettbewerbsrecht verstößt und einen Verfahren eingeleitet werden soll.

Momentan müssen App-Entwickler im Appstore für Apps und In-App-Käufe 30% des Kaufpreises an Apple abgeben. Durch die Gebühr sind andere Anbieter wie Spotify und Deezer gezwungen, höhere Preise zu verlangen oder den In-App Kauf von Abonnements komplett abzuschalten.

Der schwedische Anbieter Spotify verlangt beispielsweise wie Apple Music für ein Monat Abonnement 9,99€. Der Preis gilt jedoch nur für Kunden, die das Abonnement direkt über die Webseite des Unternehmens abschließt. Um die Abgabe an Apple, die durch In-App Abos entstehen ausgleichen zu können, verlangt Spotify deshalb über den Appstore 12,99€.

Apple verbietet Hinweise

Apple selbst verbietet es Unternehmen, auf günstigere Konditionen innerhalb der App hinzuweisen. Spotify verschickte deshalb erst vor kurzem E-Mails an seine Kunden, die per In-App-Kauf eine Abo abgeschlossen haben mit dem Hinweis: ”Sparen Sie 3€ für Premium. Jeden Monat” und bittet Kunden darum, direkt über die Webseite des Unternehmens das Abonnement zu kaufen.