Digital Life
02.09.2013

Funkstille nach Feierabend

Detail of female hands using a computer on office background © Bild: YANLEV - FOTOLIA 42693683/yanlev/Fotolia

Als erste Regierungsbehörde in Deutschland hat sich das Arbeitsministerium verpflichtet, Mitarbeiter nur in Ausnahmefällen in ihrer Freizeit per Anruf oder E-Mail zu stören.

Darauf hätten sich Personalvertreter und die konservative Ministerin Ursula von der Leyen geeinigt, hieß es am Freitag in Berlin.

Laut dem Kodex, der für die mehr als 1.100 Beschäftigten des Ministeriums gilt, sei niemand außerhalb der Arbeitszeit verpflichtet, Handy oder Internet zu nutzen. Eine Selbstausbeutung der Beschäftigten soll vermieden werden. So dürfen Vorgesetzte ihre Mitarbeiter im Urlaub grundsätzlich nicht in Anspruch nehmen und am Feierabend nur kontaktieren dürfen, wenn die zu erledigenden Aufgaben unaufschiebbar ist, den Charakter einer Ausnahmesituation hat und nicht bis zum nächsten Dienstbeginn warten kann. Vorgesetzte müssten auch auf die persönliche und familiäre Situation Rücksicht nehmen.

15-Stunden-Tag gefordert

In Österreich gehen aktuelle Forderungen im Bereich Arbeit in eine völlig andere Richtung. Zuletzt forderte Robert Hartlauer, Chef der gleichnamigen Handelskette, eine Tagesarbeitszeit von bis zu 15 Stunden. Der Kollektivvertrag stehe ihm und den Mitarbeitern im Weg, „ich brauche keinen dritten, damit ich mir mit einem Mitarbeiter ausmache, wann er arbeitet“, so Hartlauer.