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Digital Life
07/06/2020

Gefälschtes Corona-Mail der Regierung ist eine Falle

Vorsicht vor Mails, in denen Unternehmer über die angebliche Schließung der eigenen Firma informiert werden.

Derzeit sind gefälschte E-Mails im Umlauf. Diese informieren Unternehmer über die angeblich behördlich angeordnete Schließung ihres Betriebs aufgrund von Corona.

Die Mails wollen den Anschein erwecken, im Namen des österreichischen Bundeskanzleramts verfasst worden zu sein. In Wahrheit stecken allerdings Kriminelle dahinter, die Schadsoftware auf dem Rechner installieren wollen. Der mitgeschickte Anhang darf auf keinen Fall geöffnet werden, warnt die Plattform Watchlist Internet.

Corona-Krise ausgenutzt

Die Kriminellen wollen die Unsicherheit während der Corona-Situation offenbar gezielt ausnutzen. Zwar sind die Anzeichen mehr als offensichtlich, dass es sich bei dem Mail um kein offizielles Schriftstück der Regierung handeln kann. So ist das E-Mail in schlechtem Deutsch verfasst.

Auch ist die Ansprache generisch gehalten - weder Firmeneigentümer noch der Name des Unternehmens kommt in der Adressierung vor. Darüber hinaus ist auch die E-Mail-Adresse mehr als verdächtig. Laut Watchlist Internet wurde etwa die Adresse ministry.government.austria.82748837272@live.com verwendet.

Das Problem ist aber weniger das E-Mail an sich, sondern der Anhang. Denn wer sich über das Ganze wundert und der Versuchung nicht widerstehen kann, den Anhang zu öffnen, bekommt ein Problem.

Im Zip-Ordner ist ein Dokument zu finden, das weitere Informationen zur Entscheidung geben soll. Spätestens der Umstand, dass es sich dabei um eine ausführbare .exe-Datei handelt, sollte alle Alarmglocken läuten lassen. Wer darauf klickt und vom Antivirenprogramm im Stich gelassen wird, läuft Gefahr, die mitgeschickte Schadsoftware zu installieren.