Digital Life
25.03.2014

Gericht: Facebook-Verbot wegen sexueller Belästigung

Das Amtsgericht München hat einem 21-Jährigen die Nutzung sozialer Netzwerke verboten, weil er junge Mädchen genötigt und belästigt hatte.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet hat ein 21 Jahre alter Mann mehrere Schülerinnen schwer genötigt, ihnen gedroht und sie zu sexuellen Handlungen vor der Kamera gezwungen. Die Fotos stellte er anschließend ins Internet. Nun hat das Amtsgericht München den jungen Mann zu einer zweijährige Jugendstrafe verurteilt und zusätzlich auferlegt, sechs Monate lang keine sozialen Netze zu benutzen. Demnach musste er seine Accounts bei Facebook, Instagram und WhatsApp löschen.

Social Media Abstinenz

Ob er die zwei Jahre absitzen muss, entscheidet das Gericht erst nach einer halbjährigen Vorbewährungszeit in der er sich von sozialen Netzwerken fern halten muss. Außerdem muss er eine Sexualtherapie antreten, 100 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten und Schmerzensgeld zahlen.

Über mehrere Jahre hinweg hat der 21-Jährige den Kontakt zu jungen Mädchen in sozialen Netzwerken gesucht. Ein erstes Ermittlungsverfahren und eine Ermahnung haben nichts gebracht. Die Mädchen habe er mit einer Ausnahme nur aus sozialen Netzwerken gekannt und nie persönlich getroffen. Die Opfer sind zum Teil traumatisiert und leiden bis heute unter den Folgen.