DISPUT
02/01/2011

Google: Microsoft trickst bei Suchmaschine

Bing soll bei Top-Treffern auf Ergebnisse des Konkurrenten zurückgreifen und so zu besseren Treffern gelangen. Google sieht Microsoft angesichts eines Experiments überführt. Der verantwortliche Bing-Manager bestreitet die Vorwürfe.

Wie der Blog "Search Engine Land" berichtet , will Google beweisen können, dass die Microsoft-Suchmaschine Bing von Google-Suchergebnissen profitiert und diese in die eigene Trefferliste einarbeitet.


Demnach fiel Google in vergangenen Oktober auf, dass es bei den Top-Treffern und den Ergebnissen, die an oberster Stelle aufgelistet werden, stets eine hohe Überschneidung zwischen den beiden Suchmaschinen gab.Google-Mitarbeiter stellten schließlich eine Falle auf: Die Treffer für mehrere sinnlose Suchanfragen wie "mbzrxpgjys" wurden manipuliert. Das Kalkül war einfach: Gibt Bing für diese Anfragen die gleichen Treffer wie Google aus, muss Microsoft auf irgendeine Weise auf die Google-Ergebnisse zurückgegriffen haben.

Bing passt Suchergebnisse an=

Dem Bericht zufolge dauerte es zwei Wochen - vom 17. bis 31. Dezember - bis Bing für "mbzrxpgjys" oder "hiybbprqag" die gleichen Ergebnisse wie Google anzeigte. Google vermutet, dass der Internet Explorer und die Bing-Toolbar Informationen über Suchanfragen und aufgerufene Websites an Microsoft weiterleiten könnten und die Daten zur Verfeinerung des Such-Algorithmus genutzt werden. Google betrachte das als Trickserei, sagte der für die Google-Suche zuständige Amit Singhal.

Microsoft versucht schon seit Jahren mit massiven Investitionen die Dominanz von Google bei der Internet-Suche zu brechen, konnte seit dem Start von Bing dem Konkurrenten aber nur einige Prozentpunkte Marktanteil abringen. Bing-Chef Stefan Weitz meinte als Reaktion auf die Vorwürfe, die Suchmaschine greife auf verschiedenste Informationen zurück. Außerdem wirke das "Google-Experiment" wie ein Hack, um diese Informationen zu manipulieren.

(apa/dpa)

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