Digital Life
21.12.2016

Google-Mitarbeiter klagt internes "Spionageprogramm" an

Mit einer Klage wirft ein Google-Mitarbeiter seinem Unternehmen vor, ein internes Spitzelwesen zu fördern und die Redefreiheit übermäßig einzuschränken.

Vor einem kalifornischen Gericht hat ein anonym bleibender Google-Mitarbeiter eine Klage gegen seinen Arbeitgeber wegen Verletzung von Arbeitnehmerrechten eingereicht. Wie The Information berichtet, wird Google vorgeworfen, ein internes " Spionageprogramm" zu betreiben. Um Leaks zu verhindern werden Mitarbeiter laut dem Ankläger mit dem Decknamen "John Doe" dazu ermutigt, Kollegen zu bespitzeln und zu melden.

Außerdem wurden Mitarbeiter laut der Anklage davor gewarnt, über interne Debatten und möglicherweise illegale Aktivitäten schriftlich zu kommunizieren. Den Mitarbeitern wurde angeblich auch verboten, fiktive Romane über das Leben in einem Silicon-Valley-Unternehmen zu verfassen, ohne zuvor eine Freigabe von Google eingeholt zu haben. Außerdem sei es verpönt, wenn Mitarbeiter untereinander über Arbeitsverträge und Arbeitsbedingungen sprechen.

Wie Mashable berichtet, bezeichnet Google die Anklage als haltlos. "Wir stehen zu einer offenen internen Kultur. Wir teilen ständig Details zu Produktstarts und vertraulichen Geschäftsinformationen mit Mitarbeitern. Transparenz ist ein großer Teil unserer Kultur", heißt es. Vertraulichkeitsabmachungen mit Mitarbeitern würden nur getroffen, um betriebliches Know-How zu schützen. Arbeitsbedingungen dürften von der Belegschaft aber jederzeit diskutiert werden.