Digital Life
31.08.2018

Google steckt Mensch in Riesen-Automat, um Sprachsteuerung zu bewerben

Auf der IFA ist ein überdimensionaler Automat aufgestellt, bei dem Besucher Preise kriegen, wenn sie den Google Assistent Fragen stellen.

Google ist bekannt für seine verspielten Messeauftritte. So gab es schon Rutschen, eine Schnitzeljagd mit Ansteckpins oder einen Foto-Automat, bei dem das Porträt in eine Androidfigur umgewandelt und auf ein Stoffsackerl gedruckt wurde. Bei der IFA wird es jetzt aber ein wenig absurd.

Um den Google Assistent zu bewerben, hat Google auf dem Messegelände einen riesigen Bälleautomat aufgestellt. Man wirft eine überdimensionale Münze ein, woraufhin vier „zufällige“ Fragen erscheinen. Jede steht für eine Farbe. Schafft der Kandidat etwa „Ok Google, sing mir ein Lied“ so zu sagen, dass es der Assistent versteht, wird eine blaue Kugel ausgespuckt, in der sich dann ein Preis befindet.

Google Automat

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Einer der Preise

Low-Tech im Inneren

Das Absurde daran: Der Google Assistent und die Antworten die er gibt, sind zwar echt, aber der Rest des Automats ist nicht nur analog, sondern menschlich. Die Bälle, die man oben sieht, sind reine Deko und tatsächlich nur Bälle. Es sind nicht die Kugeln, die unten rauskommen und aufgemacht werden, um den Preis zu entnehmen.

Sobald man die Kugel geöffnet hat (man darf sich nicht damit von der roten Markierung weg bewegen), werden einem die Kugelhälften abgenommen. Während die Dame zur linken einen zum Ausgang verweist oder die Glücklichen zur Pick-up-Station für die hochwertigen Preise, schmeißt die Dame zur rechten die Kugelhälften wieder in den Automaten, durch eine seitliche Klappe. Offiziell geht sie nach hinten, um eine „neue“ überdimensionale Münze zu holen, aber natürlich immer dieselbe ist.

Was der Spielende und die wartenden in der Schlange nicht sehen, ist, dass im Automaten ein Mensch sitzt. Dieser gibt wieder einen Preis in die Kugel und wartet bis das Signal kommt, welche farbige Kugel er jetzt die Frontklappe herunter schmeißen muss. Damit man ihn nicht im Inneren werkeln hört, wird eine Musik-untermalte Animation auf dem großen Flat-TV angezeigt, die darstellen soll, wie sich die Kugel von oben den Weg durch den Automaten bahnt.

Kein Traumjob

Für die Besucher der IFA ist ein lustiger Gag mit Giveaway. Wie aber eine Kollegin so schön sagte, hat der Mensch im Automaten vermutlich den „beschissensten Job auf der ganze Messe“. Die Preise sind übrigens Mini Bluetooth-Lautsprecher und Powerbanks. Der Hauptpreis ist ein Google Home Mini.

Und es gibt keine Verlierer. Wenn der Assistent einen nicht versteht, hilft die Dame zur linken nach. So bekommen auch Messebesucher ohne deutsche Sprachkenntnisse einen Preis, die „Ok Google, nenn mir Fußballteams aus Berlin“ nicht für den Assistent verständlich aussprechen können.