© Bob Bobster

Street View
10/20/2010

Google stoppt WLAN-Scans endgültig

Google wird mit seinen Street-View-Autos in Zukunft keine WLAN-Daten mehr scannen. Ein Bericht der kanadischen Datenschutzbeauftragten Jennifer Stoddart bestätigt, dass der Internetkonzern die für Street View benötigten Informationen künftig anders beziehen will.

von Claudia Zettel

Google hat keinerlei Pläne, das Scannen von WLAN-Netzwerken mit seinen Street-View-Autos wieder aufzunehmen. Das geht aus einem Bericht der kanadischen Datenschutzbeauftragten Jennifer Stoddart hervor. Google werde künftig anders vorgehen, um an die benötigten Informationen zu kommen. Bei seinen Fahrten durch Städte hat Google zuvor auch WLANs dokumentiert, da solche Informationen zur Positionsbestimmung herangezogen werden können, falls jemand ein Gerät ohne GPS nutzt. Der viel kritisierte Fehler lag darin, dass bei den Scans auch private Informationen der WLAN-Nutzer mitaufgezeichnet wurden.

Die Praktik hatte dem Internetkonzern in vielen Ländern massive Kritik und ein rechtliches Nachspiel eingebracht. Google betont bis heute, dass die WLAN-Daten unabsichtlich bei den Fahrten mit den Street-View-Autos mitgesammelt wurden. Die privaten Informationen seien zu keinem Zeitpunkt genutzt worden. Dennoch hatte die Panne das Image des Konzerns neuerlich stark in Verruf gebracht.

Neues Verfahren

Google will auch in Zukunft nicht ganz auf die Positionsbestimmung mittels WLAN verzichten, hat sich dazu aber ein neues Verfahren überlegt. Die Daten werden nicht mehr mit den Street-View-Autos erhoben. Stattdessen sollen Endgeräte von Nutzern herangezogen werden, die Google-Dienste verwenden. Darüber werden dann - völlig anonymisiert - Informationen an Google weitergeleitet. Ob dieser Zugang künftig stillschweigend von den Nutzern akzeptiert wird, darf allerdings bezweifelt werden. Google genießt in Datenschutzfragen ohnehin nicht das beste Vertrauen. Vielen Nutzern dürfte bei der Weiterleitung von Informationen an das Unternehmen auch trotz der angekündigten Anonymisierung unwohl sein.

(Claudia Zettel)

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