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Video Quality Report

Google-Tool misst Geschwindigkeit von Internet-Providern

Wenn ein YouTube-Video plötzlich zu stottern beginnt und buffert macht das Ansehen für die User keinen Spaß mehr. Im Juli 2012 war das beispielsweise gehäuft bei UPC-Kunden der Fall, die über Schwierigkeiten bei der Videoplattform YouTube geklagt haben, weil Videos nur langsam geladen wurden.

Google hat nun am Freitag ein Tool namens „Video Quality Report“ veröffentlicht, mit dem User herausfinden können, warum YouTube-Videos nur langsam abgespielt werden. Derzeit ist das Tool nur für Kanada verfügbar, weitere Länder sollen aber folgen. Google misst dabei die Performance des Providers beim Abspielen von YouTube-Videos in unterschiedlicher Qualität und teilt die Provider dann in Folge in drei unterschiedliche Klassen ein.

Drei Kategorien

Wenn Provider 90 Prozent von Videos in 720p-Qualität (HD) abspielen können, erhalten sie das Label „YouTube HD Verified“. Dieses Label darf dann vom Provider auch für Marketing-Zwecke benutzt werden. Provider, die es schaffen, 90 Prozent der Videos in einer Qualität von 360 bis 720p abzuspielen , bekommen das Label „Standard Defintion“. „Lower Definition“ gilt dann für alle Provider, die selbst dies nicht schaffen und bei denen es lange dauert, um Daten nachzuladen.

Branchen-Befürchtungen

Wie die futurezone in Erfahrung bringen konnte, schlägt dieses Tool bei heimischen Providern hohe Wellen, denn fdamit könnte sich etwa auch die gesamte Netzneutralitäts-Debatte umdrehen. Während bisher alle Angst davor hatten, dass die Internet Service Provider den Inhalte-Anbietern Probleme bereiten könnten, wird das Szenario durch derartige Tools wie den „Video Quality Report“ einfach umgedreht - vor allem dann, wenn ein derart großer Player wie Google dahinter steckt.

„Wenn Google alle Provider in drei Kategorien einteilt: gut, normal und schlecht: Wer will schon zu einem Provider wechseln, den Google als schlecht klassifziert?“, so die Befürchtungen in der Branche.

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