Digital Life
15.11.2016

Großbritannien liefert Hacker an die USA aus

Der 31-Jährige soll Netzwerk der NASA, der US-Streitkräfte und der US-Notenbank ausgespäht haben.

Großbritannien liefert einen jungen Mann an die USA aus, der sich mutmaßlich in tausende Regierungscomputer in Washington gehackt hat. Die britische Innenministerin Amber Rudd teilte am Montag mit, der 31-jährige werde an die USA überstellt.

Lange Haftstrafe droht

Er wird von den US-Behörden beschuldigt, in die Netzwerke der US-Streitkräfte, der US-Notenbank und der Raumfahrtbehörde NASA eingedrungen zu sein. Ihm droht eine lange Haftstrafe, nicht jedoch die Todesstrafe.

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, der 31-Jährige habe 14 Tage Zeit, um Einspruch gegen seine Auslieferung einzulegen. Die US-Behörden werfen ihm unter anderem vor, die persönlichen Daten von US-Soldaten verbreitet zu haben.

Asperger-Syndrom

Der Mann verlangt, in Großbritannien vor Gericht gestellt zu werden. Er argumentiert unter anderem, sein Asperger-Syndrom, eine autistische Störung, werde sich in einem US-Gefängnis verschlimmern.