Digital Life
17.01.2014

Gründer von Wikipedia, WhatsApp und Nest bei DLD

Die Internet-Konferenz DLD in München hat sich als feste Größe im internationalen Geflecht solcher Veranstaltungen etabliert.

Wikipedia-Gründer Jimmy Wales und der neue Telekom-Chef Timotheus Höttges sind unter den Teilnehmern der jährlichen Technologie-Konferenz DLD, die am Sonntag in München beginnt und von der die futurezone auch vor Ort berichten wird. Darüber hinaus kommt unter anderem der Mitgründer der Firma Nest, Tony Fadell, der den Hersteller intelligenter Thermostate und Rauchmelder gerade in einem schlagzeilenträchtigen Deal an Google verkauft hat.

Die vom Medienkonzern Burda veranstaltete DLD-Konferenz (Digital Life Design) bringt Jahr für Jahr bekannte Figuren der Internet-Branche, aber auch der Kunstszene in München zusammen. Diesmal ist zum Beispiel auch der Schriftsteller Paulo Coelho unter den Gästen. Weitere prominente Figuren der IT-Branche sind bei den drei DLD-Tagen sind etwa die Gründer des Messaging-Dienstes WhatsApp, Jan Koum, und der Musikplattform Spotify, Daniel Ek.

Bitcoins und NSA

Die DLD wird in diesem Jahr viele aktuell brennende Themen anschneiden: Den Aufstieg der Online-Währung Bitcoin, die Transformation des Mediengeschäfts und der Telekommunikationsbranche, künstliche Intelligenz sowie die Auswirkungen des NSA-Skandals. Unter den Sprechern sind Frank Rieger vom Chaos Computer Club und Shyam Sankar vom kalifornischen Big-Data-Dienstleister Palantir, der auch mit der US-Sicherheitsbranche zusammenarbeiten.

Die DLD konkurriert um die Spitzenleute der IT-Industrie mit anderen ähnlichen Veranstaltungen wie zum Beispiel LeWeb in Paris und London. Es helfe, dass die DLD nicht eine der üblichen Business- oder Technologiekonferenzen sei, sondern sich interdisziplinär auch mit Kultur und Kunst befasse, sagte Organisatorin Steffi Czerny der dpa. „Es kommen Leute, die die Dinge verändern.“ Der Zeitpunkt Anfang Januar war ursprünglich extra kurz vor dem Wirtschafts-Spitzentreffen in Davos gewählt worden, inzwischen kämen die Teilnehmer unabhängig davon nach München. Sie hätte in diesem Jahr gern den Gründer des Fotodienstes Snapchat, Evan Spiegel, nach München bekommen, was allerdings nicht gelungen sei, sagte Czerny.

Ableger im Ausland

Die DLD-Veranstalter hatten ihr Netzwerk in den vergangenen Jahren mit Ablegern unter anderem in Israel und Russland sowie einer auf die Rolle von Frauen fokussierten DLD Women ausgebaut. Ob es eine weitere DLD Moskau geben werde, sei noch offen, sagte Czerny. Dafür gebe es Überlegungen für Konferenzen in New York sowie im kalifornischen Palo Alto im Herzen des Silicon Valley.