REALSATIRE
12/11/2010

Gutachten: Glühbirnen keine Kleinheizungen

Ingenieure mit Import gescheitert - 40.000 Lampen hängen im Zoll

Zwei deutsche Ingenieure aus Nordrhein-Westfalen sind bei ihrem Versuch gescheitert, 40000 als "Heatballs" titulierte Glühbirnen aus China nach Deutschland zu importieren. R. Hannot und S. Rotthäuser hatten das Vorhaben als Protestaktion gegen das EU-Verbot von herkömmlichen Glühlampen geplant.


Angelehnt an die EU-Argumentation wollten die Ingenieure Glühbirnen aufgrund ihrer Wärmeabgabe von 95 Prozent als Kleinheizungselemente einführen. Der Zoll Flughafen Köln/Bonn hält die Ware aber bereits seit mehreren Wochen fest. Nun entschied ein von der Bezirksregierung Köln in Auftrag gegebenes Gutachten beim Verband Deutscher Elektroingenieure, dass "Heatballs" kleine Kleinheizgeräte, sondern schlichtweg Glühbirnen sind.

Die Ingenieure kritisierten in einer ersten Reaktion, warum ein elektrischer Terassenheizer in Stabform erlaubt, eine glühbirnenförmige Heizung für Passivhäuser aber verboten sei. Diese Frage bleibe auch im Gutachten unbeantwortet. Sie sprachen zudem vom Verdacht der "Rechtsbeugung auf politischen Druck hin" und wollen für ihre satirische Protestaktion weiterhin kämpfen.

(futurezone/dpa)