Digital Life
07.02.2017

Handys verursachen Kinderunfälle auf Spielplätzen

In den vergangenen acht Jahren hat sich die Zahl der Kinderunfälle auf Spielplätzen verdoppelt. Schuld sind laut einer Studie Eltern, die in ihre Smartphones vertieft sind.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) stellt in einer Studie fest, dass die Zahl der Unfälle auf Kinderspielplätzen seit Jahren zunimmt. Erhoben wurden Unfälle von unter Zehnjährigen. Allein zwischen Jänner und September 2016 kam es zu 800 Zwischenfällen mehr als im ganzen Jahr 2015. In den vergangenen acht Jahren hat sich die Zahl der Unfälle auf Spielplätzen sogar verdoppelt. Einen Grund für die Zunahme präsentiert der KFV auch: Die beaufsichtigenden Eltern sind zu oft abgelenkt und zwar meistens durch ihre Mobiltelefone. 90 Prozent der Aufsichtspersonen auf Spielplätzen sind laut der Erhebung abgelenkt, am häufigsten durch Texting oder Internetsurfen auf dem Mobiltelefon.

Unfälle haben ein zentrales Merkmal: sie ereignen sich plötzlich und ohne Vorwarnung. Schon wenige Sekunden der Unachtsamkeit reichen aus, um einen drohenden Sturz von der Schaukel oder das Einklemmen von Fingern auf der Wippe nicht rechtzeitig erkennen zu können", meint Othmar Thann, Direktor des KFV Neun von zehn Aufsichtspersonen gehen auf Spielplätzen ablenkenden Tätigkeiten nach. Neben der Nutzung des Smartphones sind hier Gespräche mit anderen Personen die wichtigsten Faktoren. „Kinder können Gefahren oft nicht richtig einschätzen und denken anders als Erwachsene. Umso wichtiger ist, dass ihre Eltern bzw. Aufsichtspersonen Verantwortung übernehmen und die Kleinen vor Gefahrensituationen schützen können – und das mit voller Aufmerksamkeit", betont Thann.