Studie
07/14/2011

Handystrahlung fördert Gehirntumore nicht

Untersuchung in Dänemark konnte keinen Zusammenhang nachweisen

Wie Reuters berichtet, konnte eine Untersuchung in Dänemark keinen Zusammenhang zwischen Handynutzung und Gehirntumoren nachweisen. Unter der Leitung von Dr. Joachim Schuz von der International Agency for Research on Cancer (ARC) der WHO wurden Daten von drei Millionen Dänen von 1998 bis 2006 analysiert. Bei 800 dieser Personen waren Gehirntumore diagnostiziert worden. Das Ergebnis: Bei Menschen, die ein Handy seit 11 bis 15 Jahren benutzen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie an einem Tumor erkranken, nicht höher als bei Personen, die kürzer oder gar keine Mobiltelefone verwendeten.

Dr. Schuz merkte auch an, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass Handystrahlung den Wachstum von bereits vorhandenen Tumoren fördere. Auch würden Tumore nicht vermehrt auf der rechten Seite des Gehirns (jene Seite, die im Schnitt näher an die Strahlungsquelle des Handys gerät) entstehen. Schuz sagte aber auch, dass die Studienergebnisse nicht notwendigerweise bedeuten würden, dass Mobiltelefone keine Auswirkungen auf die Bildung von Gehirntumoren hätten. Diese würden oft sehr langsam wachsen, und der Studie wären nur Daten ab den 1990ern zur Verfügung gestanden.

Erst im Mai hatte die IARC im Namen der WHO Handynutzung als "möglicherweise krebserregend" eingestuft (die futurezone berichtete

) und auf ein erhöhtes Hirntumorrisiko vor allem bei starken Handynutzern hingewiesen. Damals kündigte man an, in den nächsten Jahren neue Untersuchungen zu dem Thema durchführen zu wollen.

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