Digital Life
17.07.2015

IBM kann Daten von Peugeot- und Citroen-Fahrern auswerten

Der US-Konzern IBM darf Fahrdaten des PSA-Konzerns, zu dem die Marken Peugeot und Citroen gehören, auswerten und an Dritte weiterverkaufen.

Kunden des französischen Autobauers PSA Peugeot Citroen müssen sich darauf einstellen, dass ihre Fahrdaten an das IT-Unternehmen IBM weitergeleitet werden. IBM kann diese Daten dann auswerten und an Dritte weiterverkaufen.

PSA-Chef Carlos Tavares sagte laut einem am Freitag vorab veröffentlichten Bericht der "Wirtschaftswoche", die von PSA gesammelten Daten machten es "möglich, die Gewohnheiten der Autofahrer besser kennenzulernen". IBM könne "diese Daten auswerten und sie anschließend an andere Kunden verkaufen, die an solchen Nutzerprofilen interessiert sind".

Keine personenbezogenen Daten

Ein Peugeot-Sprecher in Deutschland sagte auf Anfrage, es würden keine personenbezogenen Daten erhoben, sondern nur technische Daten. Die geltenden Datenschutzbestimmungen würden selbstverständlich beachtet.

IBM wertet nach eigenen Angaben unter anderem auch die von Fitnessarmbändern und medizinischen Implantaten gesammelten Gesundheitsdaten aus. Dafür arbeitet IBM unter anderem mit Apple zusammen. Auch das soziale Online-Netzwerk Facebook gab Anfang Mai eine Zusammenarbeit mit IBM bekannt, um Nutzerdaten zu Werbezwecken noch professioneller auszuwerten.