Digital Life
08.11.2014

Insecam zeigt Live-Bilder von tausenden unsicheren Webcams

Auf einer Webseite sind derzeit Live-Bilder von zehntausenden unsicheren Webcams zu sehen. Darunter befinden sich auch über 200 Webcams aus Österreich.

Unbekannte haben weltweit zehntausende unsichere Webcams angezapft. Nach Ländern geordnet haben sie die Live-Aufnahmen gesammelt und online gestellt. Ohne dass sie es wissen sind darauf Menschen in ihren Häusern, Wohnungen oder bei der Arbeit zu sehen. Auch unzählige Live-Bilder von Überwachungskameras sind darunter.

Allein aus Österreich sind 225 unsichere Webcams gelistet, deren Live-Aufnahmen in alle Welt gestreamt werden. Aus Deutschland sind mehr als 600 unsichere Online-Kameras dabei und aus den USA sogar über 11.000. Die angezapften Webcams sind nicht nur nach Ländern, sondern auch nach Herstellern wie Lynksys, Foscam und Panasonic geordnet.

Mangelndes Sicherheitsbewusstsein

Die unbekannten Betreiber der Webseite, deren Server in Moskau geortet wird, behaupten in einem E-Mail gegenüber Motherboard, dass es ihnen rein darum geht, auf mangelndes Sicherheitsbewusstsein aufmerksam zu machen und dabei die schwachen Sicherheitseinstellungen der Webcams zu kritisieren. Allerdings schalten die Betreiber auf ihrer Website auch Bannerwerbung.

Scheinbar sind vor allem Webcams betroffen, die direkt mit dem Internet oder einem Cloudanbieter verbunden sind und bei denen das Standardpasswort nie geändert wurde. Denn wie die Betreiber der Website behaupten, reiche es aus, das Standardpasswort zu ändern, damit die Webcam von der Website verschwindet.

Passwörter ändern

Wer eine Kamera betreibt, die direkt mit dem Internet oder einem Cloudanbieter verbunden ist, sei geraten sämtliche Passwörter zu ändern, um keine unliebsamen Zuseher zu haben.