Digital Life
11.11.2013

Internationale Raumstation ISS von Virus befallen

Ein Kosmonaut schleuste unabsichtlich mit einem infizierten USB-Stick Malware in das System der Raumstation. Es soll dies nicht der erste Virus-Vorfall gewesen sein.

Im Zuge einer Veranstaltung erklärte Eugene Kaspersky, Chef des gleichnamigen Virenschutz-Herstellers, gegenüber Journalisten, dass die Internationale Raumstation Opfer einer Malware-Attacke wurde. Der Schädling kam dabei nicht über die Kommunikationsverbindung an Bord, sondern wurde unabsichtlich von einem Astronauten eingeschleust, wie International Business Times berichtet. Laut Kaspersky hatte der Kosmonaut einen infizierten USB-Stick dabei. Wie stark und welche Systeme von dem Virus befallen waren, gab der Firmenchef nicht bekannt. Allerdings merkte er an, dass es immer wieder zu Virenbefall auf der ISS käme.

Stuxnet

Im Zuge seines Vortrags sprach Kaspersky auch von einem russischen Atomkraftwerk, dass von Stuxnet befallen wurde. Die Anlage war nicht mit dem Internet verbunden und komplett offline. Auch hier wurde die Schadsoftware über Mitarbeiter unwissentlich eingeschleust. Bis dato war nur bekannt, dass ein iranisches Atomkraftwerk von Stuxnet befallen wurde.