Erziehung
12/19/2010

Internetverbot liegt bei Eltern im Trend

Kindern den Zugang zum Netz zu verwehren, löst das klassische Fernsehverbot nach und nach ab. Inzwischen greifen 57 Prozent der Eltern auf diese Form der Strafe zurück.

Wer früher als Kind "schlimm" war, musste in der Regel mit Fernsehverbot rechnen. Diese Bestrafungsmethode hat zwar auch heute noch Bestand, sie wird nach wie vor in drei von fünf Haushalten angewandt, wie eine aktuelle US-Studie zeigt. Das Internet macht den klassischen Medien aber auch auf dieser Ebene kräftig Konkurrenz, geht aus dem Bericht des USC Annenberg Center for the Digital Future hervor. 57 Prozent der Eltern sprechen ein Internetverbot aus, um den Nachwuchs im gegebenen Fall zu bestrafen.

Davon abgesehen sagen 69 Prozent der Eltern, die Zeit, die ihre Kinder online verbringen, sei angemessen. Nur 28 Prozent haben das Gefühl, ihre Kinder würden zu viel Zeit im Internet surfen. Gleichzeitig glauben immer mehr Eltern, dass die Offline-Beziehungen zu Freunden bei der Jugend aufgrund des Internets zu kurz kommen.

Auch auf das Familienleben habe das Onlineleben einen negativen Einfluss. Heute werden laut der Befragung im Schnitt nur mehr 18 Stunden pro Woche gemeinsam im Familienverband verbracht. In der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts sei man noch auf 26 Stunden pro Woche gekommen. Vor allem soziale Netzwerke haben die Zeit, die Kinder und Jugendliche online verbringen, stark nach oben geschraubt.

(futurezone)