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Druck
01/08/2018

Investoren: Apple soll gegen Smartphone-Sucht vorgehen

Zwei Großinvestoren üben öffentlich Druck auf Apple aus. Der Konzern solle gegen Smartphone-Sucht vorgehen, da man negative Auswirkungen auf den Aktienkurs befürchtet.

Zwei Großaktionäre haben den iPhone-Hersteller Apple aufgefordert, gegen Smartphone-Sucht bei jungen Menschen vorzugehen. So soll der Konzern eine Software entwickeln, mit der Eltern die Nutzungsdauer beschränken können, wie das "Wall Street Journal" am Sonntag berichtete. Bei den zwei Investoren handelt es sich um den Hedgefonds Jana Partners und den kalifornischen Lehrer-Pensionsfonds CalSTRS.

Nach ihrem Willen soll Apple zudem untersuchen lassen, wie sich die übermäßige Telefonnutzung auf die Psyche auswirkt. Die Manager beider Fonds seien besorgt, dass sich das Thema negativ auf den Apple-Aktienkurs auswirke, wenn es nicht angegangen werde, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. Sie verfügen demnach zusammen über Anteilsscheine im Wert von etwa zwei Milliarden Dollar. Während Jana die Initiative bestätigte, reagierten CalSTRS und Apple zunächst nicht auf Bitten um Stellungnahmen.

Mehr Kontrolle für Eltern

Rund die Hälfte aller Jugendlichen in den USA gaben 2016 an, dass sie das Gefühl haben, süchtig nach ihren Smartphones zu sein. Das Thema rückte zudem neuerlich in den Fokus der Öffentlichkeit, als Pop-Sängerin Selena Gomez 2016 ihre Welt-Tournee abbrach, weil sie sich in psychische Behandlung begeben musste. Sie erlitt nach eigenen Angaben Depressionen, die in Verbindung mit einer Abhängigkeit von Social-Media-Plattformen wie Instagram stehen. CalSTRS und Jana Partners bitten im offenen Brief unter anderem um mehr Kontrolle für Eltern, sodass diese die Zeit, die ihre Kinder vor dem Smartphone-Bildschirm verbringen, stärker kontrollieren können.