Digital Life
15.05.2016

Israelisches Unternehmen zeigt bewaffneten Killer-Roboter

Ein portabler Kampfroboter, der mit Pistole und mehreren Kameras ausgestattet ist, könnte in Zukunft bei Nahkampfeinsätzen dabei sein.

Das israelische Unternehmen General Robotics Ltd hat einen portablen Roboter gezeigt, der lediglich zwölf Kilogramm wiegt und mit einer Pistole ausgestattet ist. Durch seine kettenbetriebene Fortbewegungsart soll er besonders geländegängig sein. Damit ist er einer der ersten bewaffneten, militärischen Kampfroboter, der töten kann.

Der Dogo genannte Killer-Roboter wurde für Nahkampfeinsätze und Terrorismusbekämpfung entwickelt. Er bietet durch mehrere Kameras ein 360-Grad-Sichtfeld, wird von einer sicheren Position aus ferngesteuert und kann mit verschiedenen Waffen bestückt werden.

Neben tödlichen Schusswaffen, wie etwa einer neuen Millimeter Glock-Pistole, kann er auch mit Pfefferspray oder Blendgranaten ausgestattet werden. Durch ein Kommunikationsmoduls eignet er sich auch zur Verhandlung mit Geiselnehmern.

Der Kampfroboter hat bisher zahlreiche Test und Demonstrationen erfolgreich absolviert, sodass sich das israelische Unternehmen in Hinblick auf potenzielle Abnehmer zuversichtlich gibt, berichtet DefenseNews. Mitte Juni soll der Roboter auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris offiziell vorgestellt werden.

Umstrittene Entwicklung

Die Entwicklung von Killer-Robotern ist nicht unumstritten. Experten fordern schon seit längerem ein Verbot für derartige "Waffen" und Wissenschafter warnen vor dem Einsatz selbstständiger Kampfroboter im Krieg. Laut dem britischen Rüstungskonzerns BAE arbeiten derzeit 40 Nationen an tödlichen Kampfrobotern.