Digital Life
19.11.2014

Künstler will ein Monat mit Oculus Rift verbringen

Der britische Künstler Mark Farid will ein Monat lang mit einem Oculus Rift Headset in der virtuellen Realität von jemand anderem verbringen.

Genau 28 Tage möchte Farid in einem Raum mit Bett und Badezimmer leben, während er das Virtual-Reality-Headset Oculus Rift permanent trägt. Der Raum in dem Farid sein Dasein fristen wird, soll als Kunstinstallation für Publikum einsehbar sein.

Eine für Farid unbekannte Person wird mit einer speziellen Kamera ausgestattet, die die Umgebung im 180-Grad-Winkel aufzeichnet. Auch die Audioumgebung soll im räumlichen Klang gespeichert werden. Mit einigen Tagen Verzögerung werden die Aufnahmen in das VR-Headset eingespielt, so dass Farid quasi in das Leben des Anderen schlüpft. Farid wird beispielsweise zur selben Zeit dieselben Mahlzeiten essen, wie der Andere.

Grenze zwischen Realität und Virtualität

Mit dem Projekt, das den Namen "Seeing I" trägt, will Farid herausfinden, ob er sich selbst verlieren kann. "Vielleicht bin ich gar nicht der, der ich geglaubt habe zu sein und meine Identität kann in was ganz anderes transformiert werden." Außerdem will Farid die Grenzen zwischen Realität und Virtualität ausloten: "Ich habe mein gesamtes Leben in einer Stadt verbracht. Also ist alles um mich herum künstlich geschaffen. Jede Erfahrung ist synthetisch." Einen 24-stündigen Test hat Farid bereits erfolgreich absolviert. Laut eigenen Angaben konnte er sich recht gut in die Person hineinversetzen.

Das Projekt, kann auf Kickstarter unterstütz werden. Sollte es erfolgreich sein, wird Farid mit seinem Team das Projekt dokumentarisch verfilmen.