Kuh-Selfie statt Kalbsschnitzel

© #selfiewithgomata

Digital Life
12/21/2015

Kuh-Selfies sollen Tiere schützen

Eine umstrittene Kampagne in Indien will die Aufmerksamkeit auf den Schutz von Kühen lenken. Die im Hinduismus als heilig geltenden Tiere werden immer häufiger geschlachtet.

Falls sich wer über Selfie-Bilder mit Kühen auf internationalen Facebook-, Twitter- und Whatsapp-Timelines wundert - dafür gibt es dafür eine einfache Erklärung. Unter dem Hashtag #selfiewithgomata wurden ausgehend von der indischen Stadt Kalkutta über Tausend Selfies mit Kühen gepostet. Die Organisatoren wollen mit ihrer im November durchgeführten Kampagne auf den Schutz der vielerorts als heilig empfundenen Tiere aufmerksam machen. In vielen Regionen ist der Verkauf von Rinderfleisch weiterhin illegal.

"Wissenschaftlich motiviert"

Das Thema ist in Indien durch den weit verbreiteten Hinduismus seit jeher religiös besetzt und führt immer wieder auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, etwa wenn Kühe von Nicht-Gläubigen geschlachtet werden. Die Organisatoren betonten wohl nicht zuletzt aufgrund der Strittigkeit des Themas, dass sie keiner Religion nahestünden. Der Schutz von Kühen bzw. deren Verwendung als Nutztiere, statt sie für den Verzehr zu schlachten, sei auch wissenschaftlich gesehen, der bessere und nachhaltigere Weg, so die Initiatoren.