Digital Life
11.02.2017

Mann gibt Uber Schuld an Scheidung und will Schadenersatz

Ein untreuer Franzose verlangt von dem Taxi-Rivalen 45 Millionen Euro. Ein Fehler in der Uber-App soll Details aus seinem Privatleben offenbart haben.

Ein untreuer Ehemann hat in Frankreich den Fahrdienstanbieter Uber auf 45 Millionen Euro Schadenersatz verklagt, weil er ihn für das Zerbrechen seiner Ehe verantwortlich macht. „Mein Mandant wurde Opfer eines Programmierfehlers in einer App“, sagte Anwalt David-Andre Darmon am Freitag. Dies habe seinem „Privatleben“ geschadet.

Laut Tageszeitung „Le Figaro“ verlangt der Mann stolze 45 Millionen Euro Schadenersatz von Uber. Demnach hatte der Geschäftsmann sich mit dem iPhone seiner Ehefrau in sein Uber-Benutzerkonto eingeloggt und einen Wagen bestellt.

Benachrichtigungen am Handy

Er meldete sich dann zwar ab. Die Ehefrau soll aber wegen eines technischen Fehlers weiter Benachrichtigungen von seinem Konto erhalten haben - und damit Informationen über seine Fahrten. So kam bei ihr der Verdacht auf, dass sie von ihrem Ehemann betrogen wurde. Die Ehe ging in die Brüche.

Der Mann zog nun vor ein Gericht der südfranzösischen Stadt Grasse. Sein Anwalt wollte gegenüber AFP keine Angaben zum geforderten Schadenersatz machen. Uber wollte den konkreten Fall nicht kommentieren. Zugleich beteuerte das Unternehmen, der Schutz der Daten von Passagieren und Fahrern habe oberste Priorität.