Digital Life
25.01.2017

Mark Zuckerberg will nicht US-Präsident werden

Zuletzt wurde über die politischen Ambitionen des Facebook-Gründers spekuliert. Doch der 32-Jährige will kein Politiker werden - zumindest vorerst nicht.

Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg hat Gerüchten um eine mögliche Kandidatur für das Amt des US-Präsidenten eine Absage erteilt. Zuletzt deuteten zahlreiche Indizien darauf hin, dass Zuckerberg eine Karriere in der Politik anstrebt. BuzzFeed News fragte daraufhin bei Zuckerberg nach und erhielt eine unerwartet direkte Antwort: „Nein, ich konzentriere mich derzeit auf den Ausbau der Facebook-Community und die Chan-Zuckerberg-Initiative.“

Politiker ohne politisches Amt

Eine weitere anonyme Quelle aus dem Umkreis Zuckerbergs bestätigte diese Aussage gegenüber BuzzFeed. Gleichzeitig relativierte dieser aber auch die Aussagen des Facebook-Gründers: „Es besteht mit Sicherheit die Möglichkeit, dass Mark sich künftig dafür entscheiden könnte, eine stärkere Rolle im politischen System und in politischen Debatten zu spielen.“ Der Milliardär habe sich aber stets für „mehr Gleichberechtigung, bessere Forschung an Heilmitteln für Krankheiten und das Lösen der fundamentalen Probleme unserer Gesellschaft eingesetzt“. Er sehe aber keine Möglichkeit, dass Zuckerberg seine derzeitige Funktion bei Facebook aufgeben könnte.

Mitarbeiter gegen Trump-Regierung

Das müsste er aber ohnedies nicht. Zuckerberg sicherte sich kürzlich das Recht, weiterhin die Kontrolle über Facebook zu behalten, sollte er ein politisches Amt ausüben. Diese Klausel sorgte erstmals für Spekulationen, weitere Indizien heizten die Diskussion zusätzlich an. So bezeichnete sich Zuckerberg plötzlich nicht mehr als Atheist - in den USA ein großes Hindernis für die Wahl in ein politisches Amt. Zudem gab er sich zunehmend staatsmännisch und kündigte an, dieses Jahr alle US-Bundesstaaten besuchen und die Menschen dort kennenlernen zu wollen.

Auch seine neuen Mitarbeiter gaben Rätsel auf. So engagierte er zwei politische Strategen, die zuvor als Kampagnenmanager für Bush und Obama tätig waren, sowie den früheren Fotografen des US-Präsidenten Bush. Zumindest die politischen Mitarbeiter könnten aber auch auf das veränderte politische Klima zurückzuführen sein. So könnte sich Zuckerberg auf mögliche Konfrontationen mit dem neuen US-Präsidenten Donald Trump vorbereiten.

Zuckerberg gab sich zudem auch deutlich vorsichtiger was sein Privatleben angeht. So sorgten Berichte, er könnte Bewohner einer Insel, auf der er Land gekauft hat, um ihren Grund bringen, für Aufregung. Nun kündigte er an, die Vorgehensweise noch einmal zu überdenken und Alternativen zu Klagen zu erwägen.