Digital Life
20.01.2017

Mark Zuckerberg will Einwohner von Insel verscheuchen

Zuckerbergs neues Anwesen auf Hawaii soll ungestört bleiben. Deswegen reicht er insgesamt acht Klagen gegen mehrere hundert Einwohner ein.

Der Facebook-Gründer und CEO Mark Zuckerberg ist offenbar um seine Privatsphäre bemüht. Laut einem Bericht des Honolulu Star Advertiser hat Zuckerberg mehrere Klagen eingereicht, um die Eigentümer einzelner Grundstücke zu identifizieren. Zuckerberg hat bereits 2014 für 100 Millionen US-Dollar rund 2,83 Quadratkilometer Land inklusive Strand und Zuckerrohr-Plantage auf Kauai, der viertgrößten Insel Hawaiis, erworben.

Obwohl ihm das Grundstück gehört, könnten sich zahlreiche Teile davon noch im Familienbesitz befinden. So wurden offenbar zahlreiche Grundstücke an Familienmitglieder vererbt, denen gar nicht bewusst ist, dass sie Land besitzen. Über die Klage will Zuckerberg nun die Namen der Eigentümer herausfinden und mögliche Probleme vorbeugen. Bei seinen Nachbarn ist er ohnedies nicht sonderlich beliebt: Bereits im Vorjahr sorgte er für Aufregung, als er eine zwei Meter hohe Mauer um sein Anwesen errichten ließ. Nachbarn beschwerten sich, dass die Mauer ihre Sicht auf den Ozean blockieren würde.

In einem Facebook-Post versuchte Zuckerberg den Sachverhalt klarzustellen. Darin hebt er hervor, dass dieses Vorgehen notwendig sei, um rechtliche Unklarheiten zu beseitigen. Zudem würden „die meisten dieser Menschen jetzt Geld für etwas bekommen, von dem sie nicht einmal wussten, dass sie es besitzen“, so Zuckerberg. Er wolle niemanden von seinem Land verscheuchen.

Auch in USA zurückgezogen

Dass Zuckerberg seine Ruhe haben möchte, zeigte er aber auch in seiner Heimat. So kaufte er für rund 30 Millionen US-Dollar die Häuser seiner Nachbarn in Palo Alto und ließ diese abreißen. Das hatte jedoch auch einen vernünftigen Grund: Ein Entwickler wollte offenbar die Häuser neben Zuckerbergs Anwesen kaufen und diese mit „gleich neben Mark Zuckerberg wohnen“ bewerben.

Der 32-jährige US-Milliardär geriet zuletzt vor allem wegen der Fake-News-Debatte sowie wegen möglicher politischer Ambitionen in die Schlagzeilen.