Digital Life
01.05.2014

Microsoft stellt Manifest für "neues Arbeiten" vor

Keine starren Anwesenheitsregeln und Hierarchien: So steht es im neu vorgestellten „Manifest für ein neues Arbeiten“ von Microsoft.

Microsoft will in Deutschland eine Debatte über das „neue Arbeiten“ entfachen. Dazu hat der Konzern am Mittwoch gemeinsam mit Autor Markus Albers ("Morgen komm ich später rein") und Zeitmanagement-Coach Lothar Seiwert ein Manifest vorgestellt.

„Seit 1989 sind wir mit unseren Office-Produkten Teil der Geschichte rund um tägliche Arbeitsprozesse und wissen heute: Das Arbeiten, so wie wir es uns vorstellen, ist noch nicht möglich. Wir fordern ein Recht auf Arbeit, so wie wir sie wollen“, erklärte Thorsten Hübschen, Business Group Lead der Microsoft Office Division Deutschland, bei der Präsentation des Manifests.

Arbeit quer durch die Zeitzonen

Moderne flexible Projektarbeit werde durch starre Hierarchien und Anwesenheitsregeln behindert. Statt klassischer 9to5-Jobs mit Anwesenheitspflicht sollen Mitarbeiter in der IT-Branche in virtuellen Teams an gemeinsamen Projekten arbeiten, egal, in welcher Zeitzone man sich gerade befindet.

PC-Arbeiter haben ihre Werkzeuge heutzutage außerdem bereits in ihren Hosen- und Aktentaschen – gemeint sind damit Smartphones und Laptops. Es sollte nichts dagegen sprechen, dass sich Arbeit und Freizeit miteinander vermischen, so Hübschen.

Flexibilität geht vor

„Als Mitarbeiter von Microsoft habe ich flexibles Arbeiten kennen und schätzen gelernt – denn unsere Produkte stehen dafür, dass Menschen ihre täglichen Dinge effektiv und schnell erledigen können. Gleichzeitig ist es unsere Verantwortung, eine Diskussion zur Zukunft der Arbeit anzustoßen und ergebnisoffen zu führen”, sagte Hübschen, der den Dialog auch künftig weiter vorantreiben will.

Allfällige Probleme, die durch sogenannte All-In-Verträge entstehen, oder etwa dadurch, wenn Mitarbeiter auf ihre E-Mails jederzeit - auch mitten in der Nacht - antworten müssen, ließ Microsoft bei ihrem Manifest unerwähnt.