Digital Life
23.12.2015

Microsoft stoppt Superfish und ähnliche Adware

Ab 31. März werden Adware-Programme identifiziert und entfernt, wenn sie nicht leicht entfernbar sind. Sicherheitslücken wie im Superfish-Fall sollen so verhindert werden.

Im Februar 2015 wurde bekannt, dass Lenovo Laptops mit der vorinstallierten Adware Superfish ausgeliefert hat. Diese agierte mit der so genannten Man-in-the-Middle-Technik, um Nutzern Werbung beim Web-Browsen anzuzeigen, selbst auf Seiten, die normalerweise keine Werbung aufweisen. Dabei wurde allerdings eine Sicherheitslücke geschaffen, die Lenovo nachträglich nur mit Mühe schließen konnte. Um Fälle wie diesen zu vermeiden, hat Microsoft nun ein neues Vorgehen angekündigt.

Wie das Unternehmen in einem Blogeintrag beschreibt, soll das Browsing-Erlebnis in der Hand des Nutzers bleiben. Adware, die auf Windows-Betriebssystemen Man-in-the-Middle-Techniken anwendet, wird künftig identifiziert und entfernt. Zugelassen werden sollen nur noch Adware-Programme, die als normales Browser-Plugin installiert und deinstalliert werden können. Das neue verschärfte Vorgehen wird ab 31. März 2016 in Kraft treten. Bis dahin sollen Adware-Entwickler ihre Software an die neuen Richtlinien anpassen können.