Digital Life
18.08.2016

Mimikama-Betreiber werden bedroht

Die Betreiber der Fakten-Check-Seite, die viele Falschmeldungen über Asylsuchende aufdeckte, überlegen die Einstellung ihrer Initiative.

Man habe Mimikama vor knapp sechs Jahren ins Leben gerufen, um andere Internet-Nutzer zu schützen, nun sei es so, dass sich die Mimikama-Betreiber und ihre Familien selbst schützen müssten, teilen die Mimikama-Gründer auf Facebook mit. Sie berichten von Drohungen und davon, dass sie mittlerweile in Angst leben müssten. Wenn es so weitergehe, werde es Mimikama in dieser Form nicht mehr geben, heißt es in dem Facebook-Posting weiter.

Mimikama überprüft Gerüchte im Netz auf ihren Wahrheitsgehalt und deckte auch zahlreiche Falschmeldungen über Asylsuchende auf. Zuletzt dürften sich die Betreiber der Initiative mit dem rechtsradikalen „Anonymous.Kollektiv“ (nicht zu verwechseln mit den Hacktivisten von Anonymous) angelegt haben, das seit der Löschung ihres Profils von Facebook nun im russischen VK-Netzwerk zu finden ist und die Mimikama-Betreiber namentlich auf einschlägigen Seiten nannte.