Digital Life
13.01.2016

Mini nähert sich Maker-Szene mit Wettbewerb

Autohersteller Mini suchte beim Wettbewerb "Mehr Raum für Ideen" Design-Konzepte junger Bastler. Am Mittwoch wurden die Gewinner auf der Vienna Autoshow prämiert.

Mit seinem Wettbewerb "Mehr Raum für Ideen" hat der Autohersteller Mini eine Annäherung an die junge Designer- und Maker-Szene begonnen. Von Oktober bis Anfang Jänner wurden Design-Konzepte gesucht, die von einem neuen Fahrzeug-Modell, dem Mini Clubman, inspiriert werden. Am Mittwoch wurden im Rahmen der Vienna Autoshow die Gewinner des Wettbewerbs prämiert.

Insgesamt wurden bei "Mehr Raum für Ideen" 113 verschiedene Projekte eingereicht. Preise gab es für die Top Drei, dazu wurde ein Publikumspreis vergeben. "Österreich hat unglaubliches Potenzial in der Design- und Gründerszene. Als Design-verbundenes Unternehmen freut es uns sehr, zur Verwirklichung einiger dieser Ideen beitragen zu können", meint Mini Austria-Chef Jürgen Moser.

Mini-Bastlerwettbewerb

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Die Gewinner

Den ersten Preis errang das Projekt "Faltenfrei mit Vollgas durchs Leben". Der Erfinder Chris Budeck entwarf dabei einen Reisekoffer, der anstelle der Hutablage in einem Mini Clubman im Auto fixiert werden kann. Die Verankerung soll das Verrutschen des inkludierten Gepäcks verhindern. Zusätzlich wird durch den herausnehmbaren, schmalen Reisekoffer, der Kleidung für maximal zwei Tage aufnehmen kann, kaum Platz im Innenraum des Fahrzeugs verschwendet.

Platz zwei geht an Gerhard Fürlinger, der "E.Gor" entwarf, einen Einkaufs-Trolley mit Elektromotor, mit dem ein eine Person fahren kann. Mit dem Gefährt soll die "letzte Meile" zwischen Auto bzw. öffentlichen Verkehrsmitteln und Märkten zurückgelegt werden. Für das Fahrzeug soll es verschiedene Transportbehälter geben, etwa für Lebensmittel, Golfschläger oder Bierkisten.

Auf den dritten Platz schafft es der "Coffeetable" von Clemens Auer. Der Erfinder ließ sich von Halskrausen aus dem 17. Jahrhundert inspirieren und entwarf einen runden, gefalteten Beistelltisch, der vollständig mit 3D-Druck produziert werden soll. Für sein Möbelstück erhielt Auer auch den Publikumspreis.

Künftig auch in Osteuropa

Lediglich der erste Platz erhält einen Geldpreis. Mit 5.000 Euro soll ein erster Prototyp des Gewinnerprojekts gebaut werden, um damit eine Crowdfunding-Kampagne zu starten. Mini will den Teilnehmern mit seinem Wettbewerb hauptsächlich eine Plattform bieten, um bekannter zu werden. Außerdem "wollen wir ein fixer Bestandteil in der kreativen Abteilung werden", meint Alexander Bamberger, Chef von Mini CEE.

Das erstmalig ausgetragene "Mehr Raum für Ideen"-Konzept soll in Zukunft nicht nur in Österreich, sondern im gesamten Vertriebsraum Zentral- und Osteuropa umgesetzt werden. Das nächste Mal soll der Bastler-Wettbewerb ab Juni oder Juli 2016 starten. Das Finale soll wiederum bei der Vienna Autoshow stattfinden.