USA
11/04/2010

Musiktausch: 1,5 Millionen Dollar für 24 Songs

US-Gericht legt Schadenersatz in Filesharing-Prozess fest

Die Hausfrau Jammie Thomas-Rasset musste auch im dritten Prozess gegen den US-Musikindustrieverband RIAA eine Niederlage einstecken, berichtete das US-Technologieportal CNet. Ein US-Geschworenengericht verurteilte Thomas-Rassett am Mittwoch (Ortszeit) wegen der nicht autorisierten Verbreitung von 24 Songs aus Filesharing-Netzwerken zu einer Schadenersatzahlung von 1,5 Millionen US-Dollar oder 62.500 US-Dollar pro Song.

Prozessreigen

Thomas-Rasset war in einem aufsehenerregenden Prozess erstmals im Jahr 2007 zu einer Schadenersatzzahlung an Rechteinhaber verurteilt worden. Damals legte das Gericht die Summe auf insgesamt 222.000 US-Dollar fest. Der Richter räumte jedoch Fehler in der Verhandlungsführung ein, weshalb es 2009 zu einem zweiten Prozess kam, bei dem sie zu Schadenersatzzahlungen in der Höhe von 1,92 Millionen US-Dollar verurteilt wurde. Der Betrag wurde später auf 54.000 Dollar (2.250 Dollar pro Song) reduziert. Thomas-Rasset verweigerte die Zahlung und forderte ein neues Verfahren.

Anfechtung angekündigt

Der Prozessreigen der US-Hausfrau mit dem US-Musikindusrieverband dürfte mit dem Spruch des Geschworenengerichts noch nicht beendet sein. Ein Anwalt Thomas-Rassets kündigte gegenüber CNet bereits die Anfechtung des Urteils an.

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(futurezone)

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CNet-Artikel