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Nach BP-Wahl Vermeintlicher Polizist wünscht Grün-Wählern Vergewaltigung.

Aufregung um Facebook-Posting eines möglichen Polizisten (Symbolfoto)
Aufregung um Facebook-Posting eines möglichen Polizisten (Symbolfoto) - Foto: KURIER
Das Ergebnis der Bundespräsidentenwahl ließ in den Online Netzwerken die Emotionen in die Höhe gehen. Auch zu Gewalt wurde aufgerufen.

Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses der Bundespräsidentenwahl gingen die Emotionen teilweise hoch, auch auf dem Online-Netzwerk Facebook. Wie ein Twitter-Nutzer entdeckt hat, fiel ein Facebook-User durch einen eindeutigen Aufruf zu Gewalt an Wähler der Grünen bzw. von Alexander Van der Bellen auf. Da der entsprechende Nutzer ein Foto von sich in Polizeiuniform postete, liegt die Vermutung nahe, dass es sich dabei um einen Polizeibeamten handelt.

 

Zuständige Stellen informiert

Am Dienstagmorgen hat sich auch der offizielle Account der Wiener Polizei zu Wort gemeldet. Demnach wurde die Sache bereits intern an die verantwortliche Stelle weitergeleitet. Auf Anfrage der futurezone bei der Landespolizeidirektion (LPD) Wien heißt es, dass im Wiener- sowie im österreichweiten Verzeichnis kein Polizist mit dem entsprechenden Namen auftaucht. Es könne sich jedoch auch um ein Pseudonym handeln. 

Laut LPD-Wien-Sprecher Paul Eidenberger sei intern das Referat Besondere Ermittlungen zuständig. Gleichzeitig wird die Sache auch vom Verfassungsschutz geprüft. Je nach Ausgang der Ermittlungen kann das Posting für den Mann sowohl strafreichtliche als auch interne Konsequenzen haben. Das Teilen eines Fotos der rechtsextremen Bewegung "Die Identitären", auf das bei Twitter ebenfalls hingewiesen hat, dürfte laut Eidenberger jedenfalls keine Konsequenzen haben, denn "jeder darf eine politische Meinung haben". 

Auch wenn sich herausstellt, dass der Mann kein Polizist sei, werde geprüft, ob er sich durch das Posten des Fotos in dem Uniformhemd eventuell strafbar gemacht habe. 

Eidenberger zufolge sei dies derzeit der einzige vergleichbare Fall. Ob die Anzeigen wegen Verhetzung oder Wiederbetätigung seit Verkündung des Wahlergebnis angestiegen sind, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Reaktionen

Das Wahlergebnis sorgte noch für zahlreiche andere Reaktionen auf Facebook, Twitter und zahlreichen Nachrichten-Webseiten. So wird von Anhängern des freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer vielfach von Manipulation gesprochen. Auch entsprechende Gruppen, die eine Wahlanfechtung bzw. eine Neuauszählung fordern, haben sich bereits im Laufe des Montagnachmittages gebildet. 

(futurezone) Erstellt am 24.05.2016, 10:02

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