Digital Life
04.06.2013

NASA-Foto zeigt Nachbargalaxie in 160 Megapixel

Aus 2.200 Aufnahmen mit dem Swift-Satellit wurden zwei Panoramabilder konstruiert, die die Kleine und Große Magellansche Wolke zeigen. Mit Hilfe der Mosaike sollen die Geburt und die Entwicklung von Sternen besser erforscht werden können.

Bei der Großen und Kleinen Magellanschen Wolke handelt es sich um zwei Zwerggalaxien und die beiden nächsten Galaxien zur Milchstraße, wie die NASA beschreibt. Auf der Südhalbkugel der Erde sind sie als verschwommene Flecken neben unserer Galaxie zu sehen. Für Sternenforscher stellen die beiden Galaxien ein wertvolles Reservoir dar, da man die eigene Galaxie nie in seiner Gesamtheit betrachten kann.

Wie in einem Video erläutert wird, beherbergen die Kleine und Große Magellansche Wolke eine Vielzahl astronomisch interessanter Phänomene, etwa die größte Sternenproduktionsstätte der Lokalgruppe, die Reste einer riesigen Supernova oder ein Gebiet mit ungewöhnlich hellen Sternen.

Die Große Magellansche Wolke ist 163.000 Lichtjahre von der Erde entfernt, die Kleine 200.000 Lichtjahre. Die Große Wolke besitzt ca. ein Zehntel der Größe der Milchstraße und nur ein Prozent der Masse. Sie wurde mit einer Auflösung von 160 Megapixel aufgenommen. Für die Aufnahme der Kleinen Magellanschen Wolke reichten 57 Megapixel.

Beide Aufnahmen wurden mit einer Auflösung von 2,5 Bogensekunden aufgenommen. Ein Pixel entspricht somit etwa der Größe einer Münze, die aus einer Meile (1,6 Kilometer) Entfernung betrachtet wird.

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