Digital Life
12.12.2017

Netflix-Scherz auf Twitter sorgt für Aufregung

Netflix hat einen Tweet abgesetzt, worin sich der Konzern über die Seher eines bestimmten Weihnachtsfilms lustig macht.

Für die einen ist es ein Scherz, für die anderen ein Hinweis auf die Überwachung durch Internet-Unternehmen: 53 Menschen haben „A Christmas Prince“ in den letzten 18 Tagen täglich angesehen. „Wer hat euch verletzt“, fragt Netflix auf Twitter.Der Tweet sorgt jetzt für Aufregung unter Tech-Journalisten und Twitter-Nutzern. Er wurde 402.000 Mal mit einem "Like" versehen und erntete zahlreiche Kommentare.

„Willkommen im Überwachungsstaat“, twitterte etwa ein Nutzer. „Mashable“ schreibt, dass diese Nachricht „dystopisch“ sei, von einem Unternehmen, das Daten von 109 Millionen Abonnenten hat und nie Einblicke in seine Arbeitsweise gebe. Der Konzern lasst damit seine Nutzer wissen, dass er weiß, wann wer wie oft einen Film oder eine bestimmte Serie sieht. Es gebe keinen „korrekten Weg“, um einen film wie „A Christmas Prince“ anzusehen, heißt es weiters.

„The Next Web“ wiederum ist der Meinung, dass Menschen nicht darüber verwundert sein dürfen, dass ein Konzern wie Netflix mittrackt, welche Filme man sich ansieht. Man würde schließlich in den Nutzungsbestimmungen die Erlaubnis dazu geben.