Digital Life
08.01.2017

Nissan will Roboterautos im Notfall fernsteuern

Wenn ein Nissan-Roboterauto in Zukunft auf eine sehr verwirrende Verkehrssituation stößt, könnten Menschen per Fernsteuerung Anweisungen zur Bewältigung geben.

Eine Vielzahl an Sensoren und lernende Bordcomputer sollten autonome Fahrzeuge in Zukunft bereit für jede erdenkliche Verkehrssituation machen. Dennoch wird es voraussichtlich manchmal zu Situationen kommen, mit denen Roboterautos überfordert sein werden, ist der Autohersteller Nissan überzeugt. Wie Wired berichtet, will Nissan im Notfall Menschen in einer Art Callcenter ins Geschehen einklinken. Sie sollen dem Roboterautos aus der Ferne Anweisungen erteilen, wie mit der Situation umgegangen werden soll.

Als Beispiel wird eine Baustelle herangezogen, die plötzlich auf der Route eines autonomen Fahrzeugs auftaucht. Dort steht ein Bauarbeiter und bedeutet Autofahrern, über eine doppelte Sperrlinie auf die Gegenspur auszuweichen. Ein selbstfahrendes Auto könnte mit diesen analogen Anweisungen wenig anfangen. Ein Nissan-Mitarbeiter wird angefordert. Er soll die Situation mit den Kamera-Augen und sonstigen Sensoren des Fahrzeugs analysieren und Befehle schicken wie: "Überquere die Sperrlinie, fahre 20 Meter und kehre anschließend auf die ursprüngliche Fahrspur zurück."

Ein selbstfahrendes Auto mittels Joystick selbst zu steuern, kommt laut Nissan aufgrund zu hoher Latenzzeiten nicht in Frage. Mitarbeiter, die im Notfall die Kontrolle übernehmen können, sollen sicherstellen, dass autonome Fahrzeuge in schwierigen Situationen nicht einfach stehen bleiben und Fehlermeldungen von sich geben. Bei seinen Bemühungen, selbstfahrende Autos sowie geeignete Interaktionsmethoden mit dessen Passagieren zu enwickeln, arbeitet der japanische Hersteller mit der US-Raumfahrtbehörde NASA zusammen.