Digital Life
08.10.2013

NSA-Serverfarm in Utah hat Elektrizitätsprobleme

In der neuen Serverfarm der NSA in Utah kam es in den vergangenen 13 Monaten zu zehn Zwischenfällen. Dabei wurden Explosionen ausgelöst und Stromkreise unterbrochen.

Die Elektrizität dürfte dem neuen Datenzentrum der National Security Agency ( NSA) Probleme bereiten. Einem Dokument zufolge, das dem "Wall Street Journal" vorliegt, kam es in den vergangen 13 Monaten zu zehn Zwischenfällen. Diese sollen gar die Inbetriebnahme des neuen Datenzentrums verhindert haben.

"Die Elektrizitätsprobleme" werden in dem Dokument als Blitze in einer Box beschrieben, die glühend heiße Explosionen auslösen, Metall schmelzen und Stromkreise außer Kraft setzen können. Die Ursache für diese Probleme werde derzeit untersucht, man sei sich unsicher, ob die vorgeschlagenen Lösungen tatsächlich funktionieren werden, heißt es in dem Papier.

Einem NSA-Sprecher, der dem Datenzentrum in Utah zugewiesen ist, zufolge sollen diese Woche dort die Computer in Betrieb genommen werden. Die NSA-Pressesprecherin Vanee Vines gab zu, dass es Probleme gegeben hat, sieht die Ursache jedoch durch zahlreiche Tests ausgerottet. Die Serverfarm in Utah soll größer sein als Googles größes Datenzentrum und Exabytes und Zettabytes an Daten speichern können.

Die NSA hat den Standort in Utah vor allem ausgewählt, weil dort der Strom sehr billig sein soll. Dies klingt angesichts der Elektrizitätsprobleme, die die Inbetriebnahme der Server nun fast ein Jahr verzögert haben, wie eine Farce.