Digital Life 14.07.2016

ÖBB führt vorübergehend Zweiklasseninternet in Zügen ein

© Bild: Kurier/Martin Gnedt

Die österreichischen Bundesbahnen haben den Zugang zum Internet in ihren Zügen neu geregelt. Jetzt surfen Passagiere in der ersten Klasse schneller als in der zweiten.

Während in den ÖBB-Zügen mit Internetzugang früher eine Fair-Use-Regelung galt, regeln die ÖBB den Zugang zum WLAN jetzt aktiv. Seit kurzem gelten Datenlimits, ab denen die Bandbreite beschränkt wird. Dabei kommen in der ersten und der zweiten Klasse unterschiedliche Parameter zum Einsatz.

Passagieren der ersten Klasse stehen für die ersten 100 Megabyte Downloadraten von bis zu fünf Megabit (Mbps) pro Sekunde zur Verfügung. In der zweiten Klasse sind nur drei Mbps möglich. Werden mehr Daten verbraucht, drosslen die ÖBB die Geschwindigkeit in der ersten Klasse auf ein und in der zweiten auf 0,5 Mbps. Alle 60 Minuten werden die Limits zurückgesetzt und verbundene Geräte können wieder die anfängliche Bandbreite nutzen. Die Datenmengen selbst werden nicht beschränkt.

Wie der Zugang in Zukunft geregelt wird, ist aber noch unklar. "Wir probieren verschiedene Einstellungen im Echtbetrieb aus. Auch das aktuelle Setting 3/5 (Mbps, Anm. d. Red.) ist nur vorübergehend, das wird nicht dauerhaft so bleiben", sagt Pressesprecher Michael Braun der futurezone. Die ÖBB argumentieren die unterschiedlichen Bandbreitenbeschränkungen damit, dass so eine "gleichmäßige Performance in den einzelnen Wägen" gewährleistet werden könne. Kostenpflichtige Internetzugänge seien derzeit nicht geplant.

( futurezone ) Erstellt am 14.07.2016