Digital Life
04.09.2018

Olympisches Gaming: "Killerspiele" nicht erwünscht

Der Präsident der Internationalen Olympischen Komittees (IOC) hat sich zu den möglichen Rahmenbedingungen für E-Sports geäußert.

Thomas Bach, der Präsident des IOC, hat sich im Rahmen der Asian Games, wo auch ein inoffizielles E-Sports-Demonstrationsturnier stattfindet, zu möglichen Rahmenbedingungen für E-Sports bei Olympischen Spielen geäußert, wie The Verge berichtet. "Wir können bei den Spielen kein Computerspiel haben, das Gewalt oder Diskriminierung verherrlicht. Das wäre aus unserer Sicht ein Widerspruch zum olympischen Gedanken und deshalb inakzeptabel", sagte Bach gegenüber der AP.

Olympische Kampfsportarten wie Boxen seien zwar auch gewalttätig, aber auf einer anderen Ebene. "Sport ist ein zivilisierter Ausdruck von Kampf", sagte Bach. Videospiele, in denen jemand getötet wird, fallen für Bach in eine andere Kategorie. Welche E-Sports-Spiele er in der "Killerspiele"-Kategorie sieht, hat Bach nicht spezifiziert. Populäre Titel wie "Dota 2" beinhalten durchaus Gewaltdarstellungen. Bei den Olympischen Spielen 2022 sollen erstmals Medaillen an E-Sportler vergeben werden. Welche Spiele dort gezockt werden, ist aber noch offen.