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Digital Life
03/22/2019

PewDiePie Ransomware: So rettet ihr eure Daten

Eine neue Art von Ransomware gibt die Daten erst dann wieder frei, wenn PewDiePie über 100 Millionen Abonnenten hat.

In den vergangenen drei Monaten haben Fans des YouTubers PewDiePie mindestens zwei verschiedene Arten von Ransomware herausgebracht, wie ZDnet berichtet. Eine Serie startete bereits Mitte Dezember mit dem Titel „PewDiePie ransomware“. Dabei handelt es sich um eine schlecht modifizierte Variante der ShellLocker-Software. So verschlüsselt die Software die Daten seiner Opfer, speichert oder versendet den für die Entschlüsselung notwendigen Key allerdings nicht. Die Daten sind also verloren.  

Eine zweite tauchte im Jänner unter der Bezeichnung PewCrypt auf. Jene ist besser programmiert und macht eine nachträgliche Entschlüsselung tatsächlich möglich. Man kann sich den Key – wie bei anderer Ransomware – allerdings nicht kaufen. Stattdessen gibt die Software die Daten erst wieder frei, wenn der PewDiePie-Account mehr als 100 Millionen Abonnenten hat.

Kein guter Scherz 

Auch wenn es sich dabei um einen Scherz handelte, haben sich manche Nutzer das Schadprogramm tatsächlich eingefangen. Der Autor der Software hat inzwischen anscheinend auch realisiert, dass er in Schwierigkeiten kommen könnte und hat ein Entschlüsselungs-Tool kostenlos veröffentlicht.

So rettet man seine Daten

Auch die Sicherheitsfirma Emsisoft hat am Donnerstag ein Tool zur Rettung der Daten für beide Ransomwares öffentlich gemacht.

PewDiePie trägt aktuell ein Duell mit der indische Musikproduktionsfirma T-Series um den meistgefolgen YouTube-Account aus. Beide Konten steuern auf die Grenze von 100 Millionen Abonnenten zu.